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Das Projekt
Der Umbau und die Sanierung des Gasthauses umfassten den sorgfältigen Umgang mit einem historisch wertvollen Bestandsbau sowie dessen funktionale Erweiterung. Neben der Instandsetzung von Tragwerk, Gebäudehülle und Innenräumen wurde das Dachgeschoss ausgebaut und um 12 Appartements ergänzt. Ziel war es, den Bestand statisch, konstruktiv und bauphysikalisch an heutige Anforderungen anzupassen und gleichzeitig neue Nutzungen zu ermöglichen. Die Projektumsetzung erforderte enge Abstimmung mit Architektur und Denkmalpflege sowie differenzierte Lösungen im Holzbau zwischen Erhalt, Verstärkung und Neubau.
Die Bauweise
Die Bauweise basiert auf einem sorgfältigen Weiterbauen am Bestand. Bestehende Balkendecken wurden gezielt verstärkt oder durch neue Vollholzdecken ersetzt, um Schiefstellungen auszugleichen und die Raumhöhen zu verbessern. Der Dachstuhl entstand neu, jedoch klar orientiert an der Form und der Geometrie des Bestands. Die Binder sind aus Fichte Brettschichtholz gefertigt, bei hohen Lasten gelangte vereinzelt auch Esche zum Einsatz.
Die Herausforderung
Insbesondere galt es bei diesem Projekt gemeinsam mit Bauherrschaft, Architekt und Denkmalpflege tragfähige Lösungen zu entwickeln. Im Zentrum stand das Austarieren von Substanzerhalt, künftiger Nutzung und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – zwischen Ertüchtigung des Bestands und einem möglichen Neubau.
Baukosten
- Holzbau CHF 1.15 Mio
- Gesamtkosten CHF 6.4 Mio
Leistungen Timbatec
- SIA Phase 11 Zustandsanalyse
- SIA Phase 31 Vorprojekt
- SIA Phase 32 Bauprojekt
- SIA Phase 41 Ausschreibung und Offertenvergleich
- SIA Phase 51 Ausführungsprojekt
- SIA Phase 52 Ausführung
- Fachplanung Brandschutz
Architekt
Architekturfabrik
8910 Affoltern am Albis
Auftraggeber
Werkstatt GmbH
8908 Hedingen
Holzbauingenieur
Timbatec Holzbauingenieure (Schweiz) AG Zürich
8005 Zürich
Holzbau
Brönnimann Holzbau AG
8925 Ebertswil
Fotografie
Fotokredit:
Daniel Baggenstos Architekturfabrik